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Pferdefinca in Galicien: Kosten, Genehmigungen und praktische Anforderungen

In Kontakt mit der Natur zu leben und eigene Pferde auf der eigenen Finca zu haben, ist der Traum vieler Reitsportliebhaber. Galicien, mit seinen ganzjährig grünen Wiesen, dem reichlichen Wasser und dem milden Klima, ist dafür ein ideales Umfeld. Um diesen Traum jedoch Wirklichkeit werden zu lassen, müssen Sie die Vorschriften, die tatsächlichen Erhaltungskosten und die städtebaulichen Anforderungen an die Fincas kennen.

In diesem Leitfaden erläutern wir alles, was Sie wissen müssen, um Ihr Reitprojekt im ländlichen Galicien legal und realisierbar zu planen.

Gesetzliche Anforderungen: Das REGA-Register in Galicien

In Spanien muss jeder Ort, der Einhufer beherbergt (selbst wenn es nur ein einziges Pferd für den privaten Freizeitgebrauch ist), als Viehbetrieb registriert werden. In Galicien wird dieses Verfahren bei der Consellería do Medio Rural durchgeführt und über das REGA (Register der Viehbetriebe) verwaltet.

Die Hauptanforderungen für die Erlangung der Pferde-REGA sind:

  • Betriebscode: Diesen müssen Sie beim zuständigen Agraramt (OAC) Ihrer Gemeinde beantragen.
  • Angemessene Einrichtungen: Ein überdachter Bereich zum Schutz der Tiere vor schlechtem Wetter, eine Futter- und Wassertränke sowie ein Bereich zur Lagerung von Mist (Misthaufen), der den Umweltvorschriften entspricht, sind erforderlich.
  • Betriebsregisterbuch: Ein offizielles Dokument, in dem Anmeldungen, Abmeldungen und tierärztliche Behandlungen der Tiere verzeichnet werden.
  • Einfriedung: Die Finca muss über einen sicheren Zaun verfügen, um zu verhindern, dass Pferde auf öffentliche Straßen entkommen.

Wie viel Land benötigen Sie für die Pferdehaltung?

Einer der häufigsten Fehler ist die Unterschätzung der Fläche, die ein Pferd benötigt, um auf einer Weide gesund zu leben. Obwohl die Bodenfruchtbarkeit in Galicien hoch ist und Weideland im Überfluss vorhanden ist, lautet die allgemeine Regel:

  • Empfohlenes Minimum: 1 Hektar (10.000 m²) pro Pferd, wenn sich das Tier während eines großen Teils des Jahres hauptsächlich von Gras ernähren soll.
  • Trittempfindlicher Boden: Im Winter kann der feuchte galicische Boden bei zu hoher Tierbesatzdichte leicht schlammig werden, was die Weide beschädigt und zu Hufproblemen bei den Pferden führen kann.

Aus diesem Grund sind weitläufige Anwesen wie das Casa-en-Abadín, das über mehr als 4 Hektar durchgehendes, flaches Land ohne steile Hänge verfügt, ideal. Sie ermöglichen eine Weiderotation und die Haltung von bis zu 3 oder 4 Pferden bei vollem Komfort und Nachhaltigkeit.

Geschätzte Instandhaltungskosten

Ein Pferd auf der eigenen Finca zu halten, erspart zwar die Kosten für die Unterbringung in einem Reitverein, bringt aber andere Instandhaltungs- und Infrastrukturkosten mit sich:

1. Anfangsinvestition in die Infrastruktur

  • Umzäunung: Der Weidezaun, ob als Elektrozaun oder Holzzaun, kann je nach Umfang zwischen 1.500 € und 5.000 € kosten.
  • Unterstand oder Schuppen: Ein offener Holzunterstand von 3x6 Metern hat Baukosten zwischen 2.000 € und 4.000 €.
  • Zugelassener Misthaufen: Um den Vorschriften zur Mistsammlung zu entsprechen, kann eine Betonplatte mit Sickerwassersammlung erforderlich sein (1.000–2.500 €).

2. Wiederkehrende jährliche Kosten pro Pferd

  • Zusätzliche Fütterung: Raufutter (Heu) und Kraftfutter in den Wintermonaten: 500–900 €/Jahr.
  • Tierarzt und Impfung: Kontrollen, Pflichtimpfungen (Grippe und Tetanus) sowie regelmäßige Entwurmungen: 150–300 €/Jahr.
  • Hufbeschlag oder -pflege: Alle 6-8 Wochen durch einen Hufpfleger: 250–500 €/Jahr.
  • Haftpflichtversicherung: Deckung von Schäden gegenüber Dritten: 60–120 €/Jahr.

Schlüsselfaktoren bei der Wahl der idealen Finca in Galicien

Wenn Sie eine Immobilie für diesen Zweck suchen, stellen Sie sicher, dass sie die folgenden Eigenschaften aufweist:

  • Zugang zu fließendem Wasser: Ein Pferd kann zwischen 30 und 50 Liter Wasser am Tag trinken. Das Vorhandensein von natürlichen Quellen, Brunnen oder Flüssen auf dem Anwesen ist von unschätzbarem Wert.
  • Zufahrt für Futterlieferungen: Sie benötigen eine Zufahrtsmöglichkeit für Lastwagen oder Anhänger, um problemlos Heuballen oder Futter abzuladen.
  • Fehlen giftiger Pflanzen: Überprüfen Sie, ob das Gelände frei von für Einhufer gefährlichen Pflanzenarten ist (wie Adlerfarn in großen Mengen oder Eiben).

Eine angepasste, weitläufige Finca mit ordnungsgemäßen Genehmigungen ist die beste Garantie, um das Reit- und Landleben in absoluter Ruhe und zum Wohl Ihrer Pferde zu genießen.

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